info

CV

*1988 (in Berlin), lives in Berlin

08/2009 - 09/2013 Universidad Complutense Madrid, Spanish Philology

since 10/2014 Weissensee Art Academy Berlin, Fine Arts / Sculpture

09/2019 - 07/2020 DAAD scholarship at the New Media Department of Instituto Superior de Arte, Havana



über meine künstlerische Arbeit

In meinem künstlerischen Prozess inspirieren mich Menschen, die aus einem ganz anderen Umfeld kommen als ich, die einen ganz anderen Ausschnitt vom Leben kennen. Menschen, die ganz andere Orte bespielen, bewohnen und nutzen. Das können LKW- und Taxifahrer, Sicherheitsleute, Automechaniker oder meine direkten Nachbarn sein. Mich inspirieren auch die Räume und Gebäude, von denen ich mir nur vorstellen kann, was im Innern passiert: private Wohnungen, Hotels, Werkstätten etc. Das sind Räume, die für meine Projekte als Bühne dienen und einen gemeinsamen Boden bilden, um fragmentarische Stücke von Geschichten zu verbinden, die von den Menschen vor Ort erzählt werden.


Ich hinterfrage die Rollen, die wir bewusst oder unbewusst in unserem Leben spielen, unser Aufgespaltetsein in unterschiedliche Charaktere und die Frage nach der Autorschaft unserer Erinnerungen und gelebten Momente. Diese Themen sind vor allem in den Videoarbeiten sichtbar, in denen reale Personen zu Schauspielern werden: Das Dokumentarische (die realen Personen in ihren ganz alltäglichen Situationen) wird mit inszenierten Elementen aus anderen Kontexten kombiniert, wie Text, Bild oder Ton. Auf diese Weise entfernen sich die Personen ein Stück weit von ihrem natürlichen Umfeld und werden auf einmal zu Darstellern, die mit Erinnerungen und Gedanken konfrontiert werden, die nicht ihre eigenen sind. Die lückenhafte und subjektive Beschaffenheit von Erinnerung und Gedächtnis wird sichtbar, ich experimentiere mit der Durchmischung von Vergangenheit und Gegenwart, von Realitäten und Fiktionen, frage mich immer wieder „Was wäre, wenn...?“.


Der/die Betrachter*n hat einen aktiven Part, bekommt die Möglichkeit zwischen einer Realität und einer anderen „umzuswitchen“ und wird vor Fragen gestellt wie: Was ist inszeniert, was ist dokumentarisch? Wer ist der eigentliche Urheber der gesprochenen Worte? Der/die Betrachter*n hat die Möglichkeit die Realität nicht als etwas Festes und Fremdbestimmtes zu sehen, sondern als ein subjektives, veränderbares Puzzle aus Erinnerungen, Erfahrungen aber vor allem aus aktiven Entscheidungen, als Bühne, auf der gespielt werden kann (im kindlichen Sinne) und vor allem auf der jede*r selbst entscheidet, welche Rolle er/sie spielen will.



about my work

In my videos and installations I treat topics like time (memory in its fragmented and subjective state, the process of growing up, and the inner monsters we are carrying within) and different spaces, e.g. the concept of home and workplace where the setting serves as a constant that holds together fragmented pieces of a story. Another topic is identity: my personal history, my body as a protection shield or a liberating tool; as well as the question of authorship of memories and lived moments, the roles we consciously or unknowingly adopt. My subjects become actors with their workplaces as a backdrop and perform scripts based on completely different contexts such as other persons’ stories and memories.
By combining a documentary approach with staged elements I want to create surreal worlds of impossible realities where the known can be questioned and rethought. Where a collective memory exists, hidden sides of personalities become visible, and where I present a way of seeing reality as a puzzle of memories and personal experiences.



awards 

Introducing Program of the Performing Arts Festival Berlin, 2018

L102 Art Prize, 2018

Project grant of the Karin Abt-Straubinger Foundation, 2018

Mart-Stam scholarship/Deutschlandstipendium 2018/19

DAAD scholarship for Fine Arts/Design/Film 2019/20



screenings & exhibitions

Lichtblick Muted Video Exhibition, Kunsthalle am Hamburger Platz, Berlin, 2020

Emerging Lines, Art Academy Riga, 2020

Arthaus Movie Theater, film screening parallel to 41st Havana Film Festival, Arthaus, Havana, 2019
No sé qué es una casa, La Fugitiva, Havana, 2019

Freigänger/Åpen soning, SOEHT 7 women’s prison, Berlin, 2019
GLOTZ, video art exhibition, West Germany Venue, Berlin, 2019
Visionär Film Festival 2019, Berlin
Performing Arts Festival 2018, Berlin
Tun und Lassen, Greenhouse, Berlin, 2018

Moments of change, L102 Art Prize, Berlin, 2018

Waiting for, Galerie du Crous, Paris, 2018
Dear mom, what do people cross when crossing the boundary? Kunstraum Potsdamer Straße, Berlin, 2018

visions4people, Berlin, 2018

No. 1 - Vernissage, Kulturfabrik Moabit, Berlin, 2017

Young Urban Performances Festival, Osnabrück, 2017

Arena of the young arts, international festival for dance, theatre and performance, Erlangen, 2017

Forum Biotopia / Aufwind Festival for Urban Impulses, Vienna, 2017

Outnow international Performance Arts Festival, Bremen, 2017

Zeitzeug theatre festival, Bochum, 2016

Tote Tauben Turteltauben, project space Kurt-Kurt, Berlin, 2016

Per Anhalter, Kunsthalle Hamburger Platz, Berlin, 2016



contact

marlies.pahlenberg(at)hotmail.de